Mein Thun

Mein Thun zeichnet sich dadurch aus, dass die Menschen hier gerne leben, arbeiten und ihre Freizeit geniessen. Sie sollen sich sicher fühlen in jeder Beziehung und dies ist für mich mehr als Polizeipräsenz. Aber es ist auch Polizeipräsenz. Meine Freiheit findet ihre Grenzen an der Freiheit des Anderen. Es gilt Rücksicht zu nehmen und es gilt die Bedürfnisse der anderen zu respektieren. Dafür habe ich mich in den letzten Jahren eingesetzt und wurde dafür nicht nur gelobt.

In meinem Thun soll Gleiches gleich und Ungleiches ungleich behandelt werden.

Mein Thun ist offen, tolerant setzt aber auch Grenzen. Nein sagen gehört auch dazu und ist keine Schwäche per se.

Zur Sicherheit gehört auch diejenige im sozialen Bereich. Hier setze ich mich für ein Netz ein welches trägt. Fordern und fördern kann man das nennen nie aber Verantwortung ganz abnehmen. Sinnbildlich die „Rute zum fischen bereitstellen und Anleitung zu geben wie man fischt und nicht selber fischen“.

Es gehört in meinem Thun aber auch dazu, dass jede Person dieser Gesellschaft den Anteil, den es für das funktionieren dieser Stadt braucht zu leisten. Zum Beispiel durch das Entrichten von Steuern und der dazu gehörenden Ehrlichkeit.

In meinem Thun gibt es ein reiches kulturelles Schaffen. Speziell verbunden fühle ich mich dem Amateurwesen in diesem Bereich welches vielfach auch durch die offiziellen Kulturstellen sehr stiefmütterlich behandelt wird, wenn es überhaupt zur Kenntnis genommen wird.

Zu meinem Thun gehört die Gastronomie. Es ist an jedem von uns dafür zu sorgen, dass ein breites, qualitativ gutes Angebot genutzt und damit auch dem kulinarischen Einheitsbrei eine Absage erteilt wird. Thun hat hier Potential.

Genauso verhält es sich mit der Ladenstruktur in meinem Thun. Hier hat eine Entwicklung zum Unguten stattgefunden. Der Mix hier ist austauschbar mit anderen Städten. Hauptsache billig ist das Motto von vielen. Qualitativ gute Ware, welche halt auch etwas kostet, hat es schwer auch bei uns. Auch hier haben wir es selber in der Hand das Angebot zu bestimmen. Denn durch Nichtkauf bestimmt der Konsument das Angebot sehr direkt.

Sport gehört ebenfalls zu meinem Thun. Dies mag die einen erstaunen. Aber ich habe auch hier den Anspruch, dass man zwar die sportlichen „Leuchttürme“ unterstützt und in ihrer Arbeit würdigt. Aber man sollte darob diejenigen Sportarten und die Personen, die sie betreiben, nicht vergessen und ebenfalls an den Mitteln, die zur Verfügung stehen, teilhaben lassen.

Bei allem Verständnis für Verdichtung im Städtebau: Mein Thun soll nicht nur aus Beton und Betonklötzen bestehen. Ich plädiere für einen gesunden Mix und nicht alles was noch überbaut werden kann sollte auch überbaut werden, denn nicht alles was rentiert ist zwangsläufig auch vernünftig.